Letzte Aktualisierung: 14.04.2008

Zeitschriftenverleger kritisieren Pressepläne der Post

Mit aller Schärfe kritisiert der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger Pläne der Deutschen Post, eigene Zeitschriften auf den Markt zu bringen. „Wir werden es nicht hinnehmen, dass ein staatlich mitbeherrschtes Logistikunternehmen mit einzigartigen Wettbewerbsvorteilen im Pressevertrieb die Bedingungen für eine vielfältige und wettbewerbsfähige Zeitschriftenpresse untergräbt“, erklärt VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Nach Ansicht des VDZ droht, sollte sich die Deutsche Post als Zeitschriftenverleger etablieren, im Leser- wie im Anzeigenmarkt eine gefährliche Schieflage. Ein derartiges Vorhaben, das sich eine vertriebliche Quersubventionierung über die Briefzustellung zunutze machen kann, ist zudem nach Ansicht des VDZ kartellrechtlich bedenklich. Und allein schon wegen der staatlichen Mitbeherrschung sei darüber hinaus das verfassungsrechtliche Verbot der Staatsfreiheit der Presse verletzt.

„Die Folgen dieser Pläne wären weitreichend, da sie die Strukturen des Zeitschriftenmarkts erodieren und in der Folge den Bestand vielfältiger Qualitätszeitschriften sowie zahlreicher Arbeitsplätze gefährden“, so Fürstner. Der VDZ fordert daher die Deutsche Post mit allem Nachdruck auf, ihre Verlegerpläne nicht weiter zu verfolgen. Letztlich gefährde die Post mit solchen Überlegungen ihr eigenes Kerngeschäft. Die Zeitschriftenverleger sind entschlossen, mit allen politischen, wirtschaftlichen und juristischen Mitteln gegen diese Pläne vorzugehen.
www.vdz.de

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© 06.09.2010