Autor: Martina Schimmel
Letzte Aktualisierung: 13.10.2009
So nutzen Sie das Internet um auf Ihre Messepräsenz hinzuweisen
Rund um eine Messebeteiligung findet meist rege Betriebsamkeit in der Presseabteilung statt. Da werden Presseinformationen für die neu vorgestellten Produkte geschrieben, es werden Termine mit den Journalisten vor Ort vereinbart und – sofern es wirkliche Highlights gibt – sogar eine eigene Pressekonferenz auf der Messe organisiert. In all dem Trubel gehen die Möglichkeiten, die das Internet zur Messebegleitung bietet, häufig unter. Dabei können Sie in der Regel für wenig Budget eine große Zielgruppe erreichen.
Bereits die Messe selbst bietet in der Regel eine Vielzahl von interessanten Möglichkeiten, sich besser in der Öffentlichkeit zu platzieren.
Aussteller-Katalog: Print und Online
Alle Messen bieten heute neben dem klassischen Print-Ausstellerkatalog Online-Verzeichnisse an. Diese dienen häufig auch den Besuchern vor Ort, einen bestimmten Aussteller zu finden. Viele dieser Online-Kataloge bieten kostenlose oder günstige Möglichkeiten an, um das eigene Firmenportrait mit Informationen, Bildern, Presseinformationen oder Logos aufzupeppen. Bedenken Sie: Die meisten Entscheider suchen zuerst im Internet nach potenziellen Lieferanten – und häufige Anlaufstelle ist dabei der Internetauftritt der Branchenfachmesse.
Online-Verzeichnisse und virtuelle Messen
Branchenportale und Online-Messen setzen an gerade dargestellter Überlegung auf und damit auf die Erkenntnis, dass bei einer Suche im Internet der interessierte Entscheider sich eher auf einer neutralen Plattform informiert als auf vielen verschiedenen Anbieter-Sites. Dabei gibt es verschiedene Konzepte: Online-Verzeichnisse sind in der Regel eine kostengünstige Möglichkeit, im Internet präsent zu sein. Allerdings müssen Sie hier sehr genau Kosten und Aufwand (für das Pflegen der Inhalte) und realisierten Nutzen überprüfen. Virtuelle Messen hingegen vermitteln – analog zu echten Messen – echte Geschäftskontakte. Der Besucher registriert sich am Eingang als Fachbesucher und gibt sein Interesse für eine bestimmte Dienstleistung bekannt. Aufgrund dieser Basis können dann sowohl Besucher als auch Aussteller einfach mit einander in Kontakt treten. Die Effizienz einer derartigen Investition ist also deutlich schneller und direkter zu messen als bei reinen Verzeichnissen.
Gemeinsame Presseinformationen durch die Messe
Einige Messen bieten ihren Ausstellern den Service an, die einzelnen Pressemitteilungen ihrer Aussteller als Gemeinschafts-Trendletter zu versenden. Fragen Sie bei der Projektleiter der Messe nach. Falls es diesen Dienst noch nicht gibt, erscheint es der Messeleitung vielleicht als innovative und leicht umsetzbare Idee.
Hinweise auf der eigenen Website und per eMail
Weisen Sie in allen Ihren Informationsmedien, Prospekten, Briefen und eMails auf Ihre Präsenz auf der Messe hin. Im Internet können Sie zusätzlich ein Online-Formular integrieren mit dem Journalisten aber auch potenzielle Interessenten direkt einen Termin mit einem Ansprechpartner auf Ihrem Stand vereinbaren können. Auch im eigenen eMail-Newsletter an Kunden und Interessenten sollten Sie auf Ihre Messepräsenz hinweisen. Ideal: Wenn alle Mitarbeiter in ihrer Autosignatur einen Abbinder „Besuchen Sie uns auf der …..-Messe, Halle 02, Stand xy“
Günstige Werbemöglichkeiten im Messeumfeld nutzen
Verschiedene Fachverlage bieten mittlerweile interessante Kombi-Newsletter zu wichtigen Branchenevents an. In der Marketing- und Kommunikationsbranche beispielsweise: der Europa-Fachpresse-Verlag, bei dem je nach Messeschwerpunkt die Abonnenten der verschiedenen Newsletter von W&V, e-Market, Kontakter und Media&Marketing zusammengefasst werden. Ähnliche Angebote macht der Gabler-Verlag mit Call-Center-Profi, SalesBusiness und weiteren Newslettern aus dem Business-Bereich. Durch den Aufhänger „Messe xy-Sondernewsletter von ….“ erzielen diese Newsletter erstens eine höhere Aufmerksamkeit beim Leser, zweitens ist das Preis-Leistungsverhältnis günstiger als bei den „normalen“ Newslettern.
Experte: Frau Martina Schimmel
Martina Schimmel-Schloo (Dipl.-Kfm.) ist Herausgeberin der CRM-Expert-Site (www.crm-expert-site.de), die sie gemeinsam mit dem CRM-Expertenrat (Dr. Wolfgang Martin, Prof. Ralf Keutzer, Dr. Christian Huldi, Wolfgang Schwetz und Prof. Peter Winkelmann) betreibt. Sie ist Geschäftsführerin im Schimmel Media Verlag und Managerin der Fachinformationsdienste Expert-Sites. Die Journalistin beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit den Entwicklungen in Vertrieb und Verkauf. Ihr Spezialgebiet ist Customer Relationship Management und seine Auswirkungen auf Unternehmen, Management und Organisation. Die Diplom-Kauffrau (Schwerpunkte Marketing, Logistik und Wirtschaftsinformatik) leitete zehn Jahre lang als Chefredakteurin die Redaktion von acquisa und war danach noch weitere fünf Jahre als Herausgeberin für die Zeitschrift tätig. Sie ist aktives Mitglied im CRM-Council im DDV, im Fachbeirat der CRM-Expo sowie Mitglied verschiedener Jurys.
