Autor: Melanie Tamblé
Letzte Aktualisierung: 24.11.2009
Sind Ihre Pressemitteilungen fit fürs Internet? - 7 Goldene Regeln für Online-Pressemitteilungen
Die Veröffentlichung von Pressemitteilungen im Internet ist ein kostengünstiges und effizientes PR-Instrument, mit dem mehr Reichweite erzielt wird und neue Kunden gewonnen werden. Die neuen Medien stellen jedoch neue Anforderungen an den Inhalt und die Gestaltung einer Pressemitteilung. Mit einigen Tipps und Kniffen lassen sich Pressetexte sowohl für Onlineleser als auch für Suchmaschinen optimieren.
Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Presseportalen, die Pressemitteilungen im Internet veröffentlichen, viele davon sogar kostenlos. Über Presseportale können Unternehmen die Presseveröffentlichungen selbst in die Hand nehmen und so die Anzahl der Veröffentlichungen unmittelbar erhöhen. Wer regelmäßig Pressemitteilungen über Online-Presseportale veröffentlicht, erzielt mehr Reichweite im Internet und erreicht Medienkontakte und Endkunden gleichermaßen. Über die Presseportale gelangen die Meldungen in die News-Dienste der Suchmaschinen und werden so insgesamt besser im Internet gefunden. Über regelmäßige Veröffentlichungen werden Fach-Know-how und Unternehmensnachrichten gezielt gesteuert und ein aktives Reputation Management aufgebaut.
Bei der Veröffentlichung von Pressemitteilungen auf Presseportalen gibt es jedoch einige wichtige Aspekte zu berücksichtigen. Zum einen sind die Qualitätsstandards der meisten kostenlosen Portale recht hoch, zum anderen gibt es einige wichtige Kriterien, die eine bessere Auffindbarkeit in den Suchmaschinen sicherstellen.
Sieben goldene Regeln für Online-Pressemitteilungen
1. Die richtige Form
User scannen Texte, daher ist es bei Online-Pressemitteilungen besonders wichtig, den Text übersichtlich zu formatieren. Je strukturierter ein Text ist, desto besser ist er für den Onlineleser erfassbar. Online-Pressemitteilungen sollten prinzipiell den Formkriterien einer klassischen Pressemitteilung folgen. Dazu gehören:
- eine aussagefähige Überschrift (Header),
- ein Einführungstext (Teaser) mit den wichtigsten Inhalten in zwei bis drei Sätzen,
- der eigentliche Pressetext (Body) in drei bis fünf gut lesbaren Absätzen sowie
- ein Abbinder (Boilerplate) mit den Unternehmensinformationen
Sehr wichtig ist auch die Angabe der Kontaktinformationen inkl. der Webadresse sowie die Angabe eines Ansprechpartners mit einer möglichst dauerhaft gültigen E-Mail-Adresse, da die Pressemitteilungen auch noch nach Jahren in den Archiven der Portale verfügbar sind.
2. Zeichenlängen für Onlinemedien optimieren
Die Pressetexte werden in den verschiedenen Onlinemedien unterschiedlich dargestellt. Um zu gewährleisten, dass die wichtigen Inhalte und Keywords korrekt dargestellt werden, ist die Anpassung an bestimmte Zeilenlängen sinnvoll. Die optimale Länge der Überschrift liegt bei 63 Zeichen. Die wichtigsten Inhalte des Teasertextes sollten in maximal 153 Zeichen verfasst werden. Für eine Veröffentlichung von Pressemitteilungen über RSS stehen 150 Zeichen, für Twitter 140 Zeichen zur Verfügung.
3. Mehrwert statt Werbung
Pressetexte, die reine Shop- oder Produktwerbung enthalten, werden in der Regel von den kostenfreien Presseportalen nicht veröffentlicht. Werbliche Pressemitteilungen bieten für die Leser keinen Anreiz und sind daher auch für die Presseportale uninteressant. Pressemitteilungen sollten außerdem immer wichtige Neuheiten mit einem Mehrwert für die Leser enthalten, z.B. neue Produkte und Dienstleistungen, Auszeichnungen und Preise oder auch Stellungnahmen zu aktuellen Themen oder Ereignissen.
4. Keywords are King
Um in den Suchmaschinen gefunden zu werden, ist es wichtig, in den Pressemitteilungen die richtigen Keywords (Schlagworte) zu verwenden. Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Insbesondere in Überschrift und Teaser sollten wichtige Keywords nicht fehlen. Dabei gilt jedoch: Weniger ist mehr. Nicht die Menge an Keywords zählt, sondern der richtige thematische Zusammenhang. Pressetexte sollten immer für Menschen und Maschinen gleichermaßen geschrieben sein. Inhaltliche Relevanz steht dabei immer an erster Stelle.
5. Nicht nur eine Stilfrage: Rechtschreibung und Schreibweisen
Texte, die Rechtschreibfehler enthalten, erzeugen nicht nur bei den Lesern einen schlechten Eindruck, sondern fallen auch bei den Suchmaschinen durch. Ein falsch geschriebenes Keyword führt dazu, dass der Text in der Datenbank der Suchmaschine falsch indiziert und somit bei den entsprechenden Suchanfragen nicht gefunden wird. Auch unterschiedliche Schreibweisen von Schlüsselbegriffen sind nicht immer nur eine Frage des guten Stils, sondern auch der Suchmaschinenrelevanz. Plural- oder Singularformen, zusammengesetzte Wörter mit oder ohne Bindestrich erzielen unterschiedliche Suchergebnisse.
6. Der richtige Einsatz von Zitaten
Zitate sind Ausdruck von persönlichen Meinungen. Sie sind damit für den Leser besonders interessant und werden auch von den Suchmaschinen indiziert. Suchmaschinen erkennen Zitate an den Anführungszeichen. Um eine korrekte und vollständige Darstellung eines Zitates zu gewährleisten, ist es wichtig, den gesamten Zitattext in doppelte Anführungszeichen zu setzen und erst im Anschluss daran den Autor des Zitates zu nennen. Empfehlenswert ist der Einbau von ein bis drei inhaltlich relevanten Zitaten pro Pressemitteilung.
7. Gut verlinkt ist halb gefunden
Online-PR ist ein wichtiger Baustein in der sogenannten Link-Building-Strategie, die für eine gute Positionierung in den Suchmaschinen sehr wichtig ist. Ein Link von einer externen Website wird von den Suchmaschinen wie eine Empfehlung für die verlinkte Website gewertet. Dabei spielt jedoch nicht nur die Anzahl der Links, sondern vor allem auch die Qualität und Themenrelevanz der verlinkten Website eine wichtige Rolle.
Durch veröffentlichte Pressemitteilungen auf Presseportalen werden Links zur eigenen Website generiert. Da die Presseportale bei den Suchmaschinen als hochwertige Websites gelten, unterstützen die Links (Backlinks) aus den Presseveröffentlichungen das Ranking der eigenen Website. Empfehlenswert sind maximal ein bis drei Links pro Pressemitteilung. Für eine nachhaltige Link-Building-Strategie ist eine regelmäßige Veröffentlichung auf vielen verschiedenen Portalen sinnvoller als viele Links in einer einzelnen Pressemitteilung.
Pressemitteilungen gezielt bewerben
Mit einer regelmäßigen Veröffentlichung von Pressemitteilungen im Internet lässt sich die Wirkung der klassischen Pressearbeit um ein Vielfaches steigern. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen können auch ohne große Marketingbudgets von diesem PR-Instrument profitieren. Für die Verbreitung von Pressemitteilungen stehen eine große Anzahl von Presseportalen, Artikelverzeichnissen, RSS-Portalen und Twitter sowie Blogs und Social Communities zur Verfügung.
Eine individuelle Erfassung auf jedem einzelnen Portal ist allerdings aufwendig und zeitintensiv. Mit dem Onlinedienst PR-Gateway (www.pr-gateway.de) entfällt die manuelle Erfassung der Pressemitteilungen auf den einzelnen Portalen und wird durch eine zentrale Verwaltung und Übermittlung der Daten ersetzt. Die Pressemitteilung wird nur einmal erfasst und per Klick parallel an zahlreiche Presseportale, RSS-Portale und einen speziellen Twitter-Kanal übermittelt.
Experte: Frau Melanie Tamblé
Melanie Tamblé ist Online-Marketing Expertin und Mitgründerin der ADENION GmbH. Die ADENION GmbH bietet seit dem Jahr 2000 Beratungs-Leistungen, Softwarelösungen und Portale für Online-Marketing und -Vertrieb. Der Software-Dienst PR-Gateway bietet eine zentrale Verwaltung von Presseportalen im Internet. Die Pressemitteilung wird nur einmal erfasst und per Klick an die jeweiligen Portale übermittelt.
E-Mail: vertrieb@pr-gateway.de
Internet: http://www.pr-gateway.de
