Autor: Dr. Beate Patolla
Letzte Aktualisierung: 16.10.2006
PR-Manager im Porträt: Das Leben ist schön
Über den Satz „Das haben wir noch nie so gemacht“ kann Beate Patolla sich auch nach vielen Jahren in der PR-Branche immer noch ärgern. Obwohl sie von ihrer Grundeinstellung her meint, „dass das Leben schön ist“. Aber Menschen mit Ideen, mit Know-how und einer ordentlichen Portion Selbstironie sind ihr viel lieber. Mit diesen Menschen kann man ihrer Meinung nach Tops und Flops gleichermaßen diskutieren.
Über den „Theologenkurs“ beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses. Zufällig und mit viel Glück bin ich in diesem Kurs gelandet, bei dem die Teilnehmer sehr nett, engagiert und konkret in die Arbeit bei Presse, Hörfunk und Fernsehen eingeführt wurden.
Beim Fernstudiengang Öffentlichkeitsarbeit der evangelischen Medienakademie habe ich als Teilnehmerin und vielleicht noch mehr als Co-Leiterin gelernt, wie man Öffentlichkeitsarbeit strategisch aufbaut. Außerdem stählen neun Jahre Projektleitung bei der Bergmoser+Höller Agentur in Aachen für sämtliche Anliegen, Probleme und Widrigkeiten der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
Was würden Sie sich „ersparen“, wenn Sie die Chance für einen zweiten Anlauf auf der Karriereleiter erhielten?
Nichts. Alles hatte irgendeinen Sinn.
Wie stehen Sie zum Thema Verbandsarbeit?
Verbandsarbeit ist sicherlich mühevoll und aufwendig, aber sehr wichtig und lohnenswert.
Was gehört für Sie zum Netzwerk eines PR-Schaffenden unbedingt dazu?
Menschen mit Know-how und einer ordentlichen Portion Selbstironie. Dann ist der „fachliche Austausch“ kein Schaulaufen, sondern eine Möglichkeit, Tops und Flops gleichermaßen zu diskutieren.
Wozu hätten Sie gern mehr Zeit - beruflich und privat?
Beruflich: mehr Zeit für Projekte, die hin und wieder zu kurz kommen. Privat: mehr Freizeit. Wofür auch immer.
Was ärgert Sie in Ihrem Berufsumfeld am meisten?
Der Satz: „Das haben wir noch nie so gemacht.“
Und was gefällt Ihnen am besten daran, „Kommunikationswerker“ zu sein?
Jede Aufgabe ist spannend und jede Aufgabe ist anders. Man arbeitet gleichzeitig an sehr unterschiedlichen Aufgaben. Man lernt Menschen kennen, die für gewöhnliche Probleme ungewöhnliche Lösungen finden.
Was sind aus Ihrer Sicht in Zukunft die wichtigsten Aufgaben der PR?
Individuelle, persönliche Kommunikation.
Wer ist beruflich Ihr größtes Vorbild?
Niemand. Jeder hat mal eine gute Idee.
Wenn Sie als erster Mensch auf den Mars fliegen, welche drei Zeitschriften lassen Sie sich dorthin nachschicken?
Lieber würde ich ein Abo mitnehmen, das mir jede Woche drei andere Zeitschriften garantiert.
Das Leben ist schön!
Experte: Frau Dr. Beate Patolla
Dr. Beate Patolla ist Leiterin der Abteilung Werbung und Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreissparkasse Verden sowie Geschäftsführerin der Stiftung der Kreissparkasse Verden.
