Autor: Birgit Lutzer
Letzte Aktualisierung: 25.05.2004

"Jetzt sagen alle mal Cheese!": Das Pressefoto

Wenn Sie Ihrer Presse-Info ein interessantes Foto zum Thema beilegen, steigt die Chance auf einen Bericht. Warum? Der Text wird verständlicher und der Redakteur kann sich leichter "ein Bild" von den Vorkommnissen machen. Das Zeitungs-Layout kann in manchen Fällen besser mit einem Foto gestaltet werden. Aber Vorsicht: Kein Foto um jeden Preis. Es gibt Themen, zu denen sich kein vernünftiges Foto machen lässt. Und besser kein Foto als ein schlechtes oder peinliches, welches krampfhaft versucht, die Inhalte passend darzustellen.

Die besten Fotos erhalten Sie natürlich, wenn Sie einen Fotografen engagieren. Das ist zwar teuer, aber möglicherweise eine lohnende Investition. Wodurch erklären sich die Tagessätze von Fotografen? Kein professioneller Fotograf macht in kurzer Zeit einfach mal ein paar Schnappschüsse. Das Foto wird gründlich geplant und ebenso gründlich umgesetzt. Der Fotograf bringt seine Ausrüstung mit, damit jedes Detail stimmt. Ein Fototermin kann deshalb mit Vorbereitung mehrere Stunden dauern. Ein Foto mit einer Digitalkamera kann sofort von einem Grafiker aufbereitet und an die Medien geschickt werden – ohne zeitaufwendige Entwicklung und späteres Scannen des Fotos. Zudem erkennt man sofort auf dem Mini-Display, ob das Foto etwas geworden ist oder nicht.

Wenn Sie selbst ein Foto machen, sollte es klare Kontraste haben und möglichst lebendig sein. Das Fotografieren der neuen Räumlichkeiten ohne Menschen darin oder die Abbildung des Gebäudes von außen wirken schnell langweilig. Besser ist es, wenn das Abgebildete oder die Art der Abbildung die Fantasie des Betrachters anregen. Das Foto sollte spannend sein und eine eigene kleine Geschichte erzählen. Beispiel: Das Bild vom Tag der offenen Tür im Dachdeckerbetrieb zeigt den Bürgermeister mit einem Dachziegel in der Hand auf dem Firmendach – an seiner Seite stehen der Chef, ein Meister und ein Geselle.

Birgit Lutzer

Experte: Frau Birgit Lutzer

Birgit Lutzer kennt sowohl die Tätigkeit von Redakteuren als auch die Arbeit der Public-Relations-Spezialisten aus eigener Erfahrung. Zunächst war sie als „rasende Reporterin“ für ein Stadtmagazin tätig – voller Interesse an spannenden Storys und skurrilen Menschen. Nach Abschluss Ihres Literaturwisschafts-Studiums machte sie sich 1996 als PR-Beraterin und Pressereferentin selbstständig. Inzwischen führt sie die Marketing-Agentur Lutzertrain, zu der auch ein Trainingsinstitut gehört. Birgit Lutzer hat als Autorin Fachbücher zu Marketing- und PR-Themen veröffentlicht und ist als Ghostwriter tätig.

E-Mail: b.lutzer@lutzertrain.de

Internet: http://www.lutzertrain.de

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© 07.09.2010