Autor: Patrick A. J. Ehring
Letzte Aktualisierung: 19.06.2006

Helfen und Handeln

Mit der Idee, durch die Dokumentation von Hilfsprojekten deren Bekanntheit und Wirksamkeit zu erhöhen, wurde die Charity Label GmbH gegründet. Als Geschäftsführer stellt sich Patrick Ehring mit Flexibilität und Hartnäckigkeit den ständigen Herausforderungen, damit Projekte transparent und authentisch nachvollziehbar dargestellt werden. Sein Talent im Bereich des Organisatorischen hilft ihm dabei.

Mit zwölf Jahren wollte ihr bester Freund schon Feuerwehrmann werden ... was wollten Sie werden? Auf welchem (Um)weg sind Sie in die Kommunikationsbranche gelangt?
Mein Talent, gefördert durch eine Erziehung zur Selbstständigkeit, lag immer schon im Bereich des Organisatorischen – geprägt auch durch meinen Vater, der als Geschäftsführer selbst komplexe Strukturen aufgebaut und geleitet hat. Während des Aufbaus meines eigenen Unternehmens (Medizinprodukte), das seit 18 Jahren besteht und kontinuierlich wächst, und der erfolgreichen Beratung von Unternehmensgründern habe ich gelernt, dass eine stets hochsensible Wahrnehmung die Voraussetzung dafür ist, aus Intuition, Information und Erfahrung zu einem erfolgreichen Ergebnis zu kommen. Die Idee für Charity Label entstammt einer persönlichen Erfahrung. Nach intensiver Prüfung habe ich ein Team zusammengestellt und die Entscheidung getroffen, Charity Label und die dazugehörige Internetpräsenz aufzubauen.

Welche Stationen Ihrer Ausbildung und Laufbahn würden Sie im Rückblick als die wichtigsten bezeichnen?
Die mittlerweile 18-jährige Tätigkeit als Unternehmer erfordert ein hohes Maß an selbstkritischer Betrachtung ebenso wie die Beachtung aktueller Entwicklungen und Anforderungen – ohne zeitgleich die mittel- und langfristigen Perspektiven zu vernachlässigen. Das ist ständige Übung und fordert Stehvermögen, Flexibilität und Hartnäckigkeit gleichermaßen. Dies ist eine ständige Herausforderung: Sie erfolgreich zu bestehen war früher wichtig und ist es heute genauso. Herausragende Einzelereignisse gibt es hier bei mir nicht, vielmehr baut alles aufeinander auf.

Was würden Sie sich „ersparen“, wenn Sie die Chance für einen zweiten Anlauf auf der Karriereleiter erhielten?
Hier gilt der alte Spruch, dass man aus allem etwas lernt. Im Übrigen kann ich als unbefriedigend empfundene Umstände selbst zum Positiven wenden und tue dies dann auch nach Kräften.

Wie stehen Sie zum Thema Verbandsarbeit?
Generell halte ich Verbände als Interessenvertretung ihrer Mitglieder und für den Austausch der Mitglieder untereinander für wichtig und gut geeignet. In unserer täglichen Arbeit sind die Verbände von Unternehmen, Schulen, Bürgern und Hilfsorganisationen wertvolle Gesprächspartner. Gelegentlich begegnet man hier aber auch jemandem, von dem man sich eine aufgeschlossenere Gesprächshaltung wünschen würde.

Was gehört für Sie zum Netzwerk eines PR-Schaffenden unbedingt dazu?
Man sollte, wie immer, genau wissen, wo die eigenen Kompetenzen enden und die der Spezialisten beginnen, und diesen auch die Möglichkeit geben, sich, wenn es die Situation zulässt, jenseits ihres Gebietes zu äußern. Auch für mich gilt: Wer selbst redet, hört nicht zu! Also zuhören!

Wozu hätten Sie gern mehr Zeit – beruflich und privat?
Charity Label bietet die Möglichkeit, vielfältig engagierte Menschen kennen zu lernen, und aus jedem guten Gespräch ergeben sich neue interessante Kontakte und Aufgaben, für die etwas geschenkte Zeit sehr gut zu gebrauchen wäre. Privat würde ich das „Mehr an Zeit“ gern für mehr Zeit am Meer verwenden.

Was ärgert Sie in Ihrem Berufsumfeld am meisten?
Eher schade als ärgerlich ist die glücklicherweise seltene Erfahrung, dass potenzielle Gesprächspartner als Folge einer ständigen Überflutung mit Kommunikationsmüll nicht mehr willens oder in der Lage sind, neue Konzepte zu einer Prüfung anzunehmen.

Und was gefällt Ihnen am besten daran, „Kommunikationswerker“ zu sein?
Das Beste ist, zu erleben, dass veritable Gesprächspartner aus den unterschiedlichsten Bereichen nach kritischer Prüfung gleichermaßen Zustimmung zu Strategie und Konzept signalisieren und dies durch ihre Teilnahme bei Charity Label zum Ausdruck bringen.

Was sind aus Ihrer Sicht in Zukunft die wichtigsten Aufgaben der PR?
In unserem Bereich, der Kommunikation sozialen Engagements, steht und fällt die Glaubwürdigkeit dieses Engagements damit, dass die Projekte transparent und angemessen dargestellt werden. Nur eine authentische, nachvollziehbare Dokumentation verleiht den Projekten auch in der Wahrnehmung die Akzeptanz, die sie verdienen.

Wer ist beruflich Ihr größtes Vorbild?
Mein Vater, der mit einem Höchstmaß an persönlicher Integrität und fachlicher Kompetenz seine beruflichen Aufgaben wahrgenommen hat und sich der sozialen Verantwortung, die Führungskräfte für ihr gesamtes Umfeld haben, immer bewusst war.

Wenn Sie als erster Mensch auf den Mars fliegen, welche drei Zeitschriften lassen Sie sich dorthin nachschicken?
Als Lektüre im Planetenstaub wären „Die Zeit“, „brand 1“ und „Der Spiegel“ willkommen.

Sie haben genau eine Minute lang alle Menschen dieser Welt in einer Konferenzschaltung am Telefon. Was ist Ihre Nachricht?
Ganz einfach: zwei Worte, ein Ausrufezeichen: „Redet miteinander!“

Patrick A. J. Ehring

Experte: Herr Patrick A. J. Ehring

Patrick A. J. Ehring leitet als Geschäftsführer den Auf- und Ausbau von charity-label.com. Unternehmen zeigen mit dem Charity-Label, dass sie freiwillig soziale und gemeinnützige Projekte unterstützen. Die Dokumentation der Unternehmensprojekte ist eingebunden in die Präsentation der vielfältigen sozialen Aktivitäten von Schulen, Bürgern und Hilfsorganisationen. charity-label.com bringt die unterschiedlichsten Initiatoren zusammen und fördert die Bekanntheit der Projekte.

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© 31.07.2010