Letzte Aktualisierung: 03.02.2010
HTW Berlin: Investor Relations ist noch nicht im Web 2.0 angekommen
Obwohl 60 Prozent der deutschen Unternehmen im Internet Social-Media-Anwendungen für ihre Unternehmenskommunikation nutzen, werden kaum Informationen der Investor Relations über diese kommuniziert. In der Finanzkommunikation sind hier aktuell lediglich 13 Prozent der DAX-Unternehmen aktiv. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Social Media als neue Instrumente der Investor Relations - Chancen, Grenzen und Perspektiven" einer Gruppe von Masterstudenten der Wirtschaftskommunikation im Fach Investor Relations an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin.
Die Studie untersucht, wie viele Social-Media-Anwendungen (Twitter, Facebook, YouTube und Blogs) Unternehmen in Deutschland, den USA und Großbritannien nutzen und wie hoch die Kommunikationsintensität im Bereich der Investor Relations ist. Während 93 Prozent der 30 größten Dow-Jones-Unternehmen im Social-Media-Bereich aktiv sind, werden IR-relevante Informationen nur über zehn Prozent der genutzten Anwendungen kommuniziert. In Großbritannien ziehen die 30 größten Unternehmen des FTSE in der Regel (61 Prozent) nur eine einzige Anwendung für ihre Unternehmenskommunikation heran und bleiben in den Investor Relations gänzlich ohne Aktivität.
Ein möglicher Grund könnten den Autoren der Studie zufolge einschränkende rechtliche Rahmenbedingungen sowie auch mangelnde Zielgruppenüberschneidungen zwischen derzeitigen Social-Media-Nutzern und der Financial Community sein. Zudem sei Social Media zur Erreichung der institutionellen Investoren und Analysten derzeit eher ungeeignet.
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