Autor: Gernot Mantz
Letzte Aktualisierung: 18.09.2006
Die Welt zum Positiven hin verändern
Das Ziel von Gernot Mantz war immer, Chefredakteur einer mittelgroßen Tageszeitung zu werden, als Chef einer mittelgroßen Kommunikationsagentur fühle er sich nun sehr wohl. Journalistisch hat er vielfältige Erfahrungen gesammelt und Public Relations ist für ihn „vor allem die Erkenntnis, dass Public Relations die "Königsdisziplin" des Marketings ist. Denn Kommunikation in Unternehmen – egal welcher Größe - ist Führungsaufgabe“.
Ohne Umweg, direkt nach der Schule ins journalistische Leben. Mein Ziel war immer, Chefredakteur einer mittelgroßen Tageszeitung zu werden, als Chef einer mittelgroßen Kommunikationsagentur fühle ich mich sehr wohl.
Welche Stationen Ihrer Ausbildung und Laufbahn würden Sie im Rückblick als die wichtigsten bezeichnen?
Die Zeit bei Deutschlands größter Boulevard-Zeitung - spannend, lehrreich, vielfältig.
Was würden Sie sich „ersparen“, wenn Sie die Chance für einen zweiten Anlauf auf der Karriereleiter erhielten?
Nichts, allerdings nach Tageszeitung, Boulevardzeitung, Anzeigenblatt, PR-Journalist noch Rundfunkerfahrung zufügen.
Wie stehen Sie zum Thema Verbandsarbeit?
Positiv - alles läuft zwar zähflüssiger, dafür aber verlässlicher ab. Im eigenen Verband GPRA schätze ich den offensiven Austausch mit Kollegen - Lernen aus der Erfahrung anderer. Ich würde vielen, vor allem jungen Kollegen, immer raten, dort in Arbeitskreisen mitzuarbeiten. Es ist eine unschätzbare Form eigener Weiterbildung, besser als die meisten, oft populistisch angelegten Fachseminare.
Kontakte in die Medien. Beobachtung von Nischen für das Beratungsgeschäft. Offener Blick auf die Nachbarschaftsdisziplinen wie Werbung, Direkt- oder Eventmarketing. Dazu Kontakt zur Kommunikationswissenschaft. Vor allem aber die Erkenntnis, dass Public Relations die "Königsdisziplin" des Marketings sind. Denn Kommunikation in Unternehmen jeder Größe ist Führungsaufgabe.
Wozu hätten Sie gern mehr Zeit - beruflich und privat?
Privat: für meine (fast erwachsenen) Kinder, meine ehrenamtlichen Tätigkeiten und für die Erfüllung der drei bis vier restlichen "Lebensträume" - von der USA-Durchquerung bis zur Produktion eines selbst erfundenen Familienspieles ...
Beruflich: für die Weitergabe der Erfahrung von zahllosen "case studies" aus 25 Jahren Agenturleitung an den PR-Nachwuchs.
Die handwerklich-journalistische Qualität lässt erschreckend nach, die Überfrachtung mit Anglizismen, die Arroganz verschiedener "Groß-Agenturen" ...
Und was gefällt Ihnen am besten daran, „Kommunikationswerker“ zu sein?
Ich verändere die Welt ein wenig zum Positiven hin und nutze dabei die ganze Klaviatur der Kommunikation ohne Rücksicht auf irgendwelche Grenzen von "Disziplinen".
Was sind aus Ihrer Sicht in Zukunft die wichtigsten Aufgaben der PR?
"PR für PR" und alles rund um CSR und CVS.
Wer ist beruflich Ihr größtes Vorbild?
Ich habe höchsten Respekt vor den Lebenswerken eines Günther Thiele, eines Prof. Klaus Kocks und eines Prof. Jürg Leipziger - Vorbilder will ich sie aber nicht nennen.
Wenn Sie als erster Mensch auf den Mars fliegen, welche drei Zeitschriften lassen Sie sich dorthin nachschicken?
Deutsch-Baltische Rundschau, Hannoversche Allgemeine, Bild
Sie haben genau eine Minute lang alle Menschen dieser Welt in einer Konferenzschaltung am Telefon. Was ist Ihre Nachricht?
Eine Minute - das ist ein Manuskript für eine Textseite - und die erspare ich Ihnen ...
Experte: Herr Gernot Mantz
Gernot Mantz ist Journalist und Inhaber der pr nord corporate communications, Braunschweig
