Autor: Ingrid Amon
Letzte Aktualisierung: 15.02.2010
Die Macht der Stimme – Teil 9: Die Sache mit dem Lampenfieber
Kalte Hände oder Schweißausbrüche, kichern, verlegen lächeln, herumtänzeln, Räusperzwang bis hin zum Fluchtgedanken (Warum tue ich mir das an?) u.v.m. All das ist dem Stimmklang nicht grade förderlich und so klingen wir dann auch: unsicher, krächzend, zu leise, dünn, kratzig ...
Die hochgradige Erregung, die viele unserer Auftritte begleitet, ist lästig – aber zu bewältigen! Dies folgende Doppelstrategie hat sich bewährt.
Erstens:
Das eigene Lampenfieber genau wahrnehmen: Listen Sie schriftlich penibel auf, welches Ihre individuellen Symptome sind, körperlich, seelisch und geistig!
Zweitens:
Neue mentale Einsichten gewinnen. Lampenfieber ist nicht tödlich. Sie haben alle Situationen bisher überlebt. Lampenfieber dauert nicht ewig. Es überträgt sich auf die Zuhörer nur zur Hälfte (.. das hat man dir ja gar nicht angehört!). Lampenfieber haben andere auch – lesen Sie die Biographien berühmter Schauspieler/Politiker! Lampenfieber verhindert Arroganz, erhöht die Konzentration, ist der zündende Funke zum Publikum. Es wird weniger, je öfter Sie reden. Und wie bei einem Rendezvous: Sie gehen hin – trotz weicher Knie. Es kann die Liebe Ihres Lebens werden, Ihr glanzvollster Auftritt.
Experte: Frau Ingrid Amon
Ingrid Amon ist Inhaberin des Institutes für Sprechtechnik in Wien. Ihr Bestseller „Die Macht der Stimme“ ist in der 4. Auflage erschienen
